Seminar “Kommunikation in aussergewöhnlichen Lagen” gemeinsam mit Pleon durchgeführt
Reger Austausch herrschte gestern, 23. April 2009, am ersten gemeinsamen Seminar von Pleon C-Matrix und The Reputation Rescue Company AG in Zürich. Der Auftakt des Seminars “Kommunikation in aussergewöhnlichen Lagen” wurde von Alexander Fink, CEO Pleon C-Matrix Group AG und Urs Peter Naef, Mediensprecher des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) und Mitgründer unserer Agentur eröffnet. Kernthema war der Reputationsschutz in kritischen Situationen durch professionelle Kommunikation. Abgerundet wurde das Seminar mit Beiträgen zu den juristischen Möglichkeiten des Reputationsschutzes von Rechtsanwalt Marc Büttler, Partner Hollenstein Rechtsanwälte, und von Olaf Grewe, Senior Account Manager Pleon C-Matrix Group AG, der die Teilnehmer durch den rauen Repuationskosmos des Web 2.0 führte.
Anschauliche Beispiele verdeutlichten die Erfahrungen der Referenten: ein tragischer Schokoladenhasenbrand, Coach-Potatoes und die Borgs (Macht des Kollektives) fanden Eingang in die aufschlussreichen Referate.
Alexander Fink präsentierte unter dem Titel Crisis Readiness die Grundlagen des Reputationschutzes und Tools zur Unterstützung bei der täglichen Arbeit im Rahmen der Krisenprävention. Denn das Unvorhergesehene potenziert die Gefahr einer Krise. Prävention ist immer der erste Schritt zum Erfolg. Alexander Fink zeigte ein beeindruckendes Inventar an technischen Krisenpräventionstools auf, um schon im Vorfeld Issues zu identifizieren und die Wucht einer Reputationskrise abzufangen oder gar zu verhindern.
Im anschliessenden Referat (Gestärkt aus der Krise dank schneller Reaktion) legte Urs-Peter Näf die Rahmenbedingungen, strategischen Grundsätze und Massnahmen guter Krisenkommunikation dar. Eine der wichtigsten Maxime, die sich bereits aus dem Titel ableiten liess, ist “Geschwindigkeit kommt vor Vollständigkeit”. Doch auch den Imperativen der Medien muss Rechnung getragen werden. Diese sind immer auf der Jagt nach einer unterhaltsamen Story. Als bei einem Brand in einem Migros-Verteilerzentrum 60 Prozent des Schweizerischen Bestandes an Schokoladenhasen, sowie Lampen und Kekse zerstört wurden, griffen die Medien nur die Zerstörung der Schokoladenhasen auf. Dies führte zu Befürchtungen in der Bevölkerung, dass die Osternester für die Feiertage leer bleiben würden. Durch die Produktion einer Hintergrundstory wie die Engpässe für Ostern von der Migros gemeistert werden, wurde ein österliches Happy End suggeriert und die Unternehmung ging gestärkt aus der Krise, der Brand war vergessen. Auch Urs-Peters Näfs langjährigem Einsatz bei der Swissair trug sein Referat Rechnung. Der exzellente Einsatz des Swissair-Kommunikations-Teams während des tragischen MD-11 Absturzes in Halifax verdeutlichen anschaulich die Wichtigkeit schneller und im Voraus geplanter Kommunikation in der Krise.
Im Referat von Marc Büttler (Krise, Medien, Recht) fand sich die Maxime “Vollständigkeit vor Geschwindigkeit”. Marc Büttler, Partner Holenstein Rechtsanwälte, zeigte die juristischen Möglichkeiten zum Schutz der Reputation auf. Frappant war die Erkenntnis, dass der TV-Zuschauer (Coach-potato) besonderen rechtlichen Schutz geniesst. Dennoch führt genau die fehlende Geschwindigkeit dazu, dass juristische Massnahmen sich nicht effektiv für den Reputationschutz einsetzten lassen. Reputationschädigende Berichterstattung kann nur durch eine einstweilige Verfügung verhindert werden, wird aber in der Öffentlichkeit meist als Zeichen aufgenommen, man hätte etwas zu verbergen. Ansonsten mahlen die Mühlen der Justiz viel zu langsam. Zudem bringen juristisch erzwungene Richtigstellungen in den Medien reputationsschädigende Themen erneut auf die Agenda.
Olav Grewe zeigte in seinem Referat ( Web 2.0 - Spielwiese oder Brandbeschleuniger) die Tücken und Chancen des Web 2.0 auf. Besonders hervorheben sollte man die Webetikette oder den Knigge für das Web bei Unternehmen. Sollte man als Unternehmen oder als Mitarbeiter sich an den vielen Communitys und Blogs beteiligen? Die Institutionalisierung von Paritäten und Sprachregelungen sind ein Muss, um nicht unangenehm überrascht zu werden. Das Web vergisst nicht und innerhalb kurzer Zeit kann starker Wiederstand gegen ein Unternehmen mobilisiert werden. Jedoch bietet das Web auch sehr viele Chancen um Stimmungen, Tendenzen und Issues einzufangen und rechtzeitig darauf zu reagieren können. Das Web 2.0 ist extrem schnelllebig. Über Erfolg eines Blogs, Programms etc. entscheidet nicht mehr die Qualität, sondern die Macht des Kollektives. Dies birgt immense Vorteile, sieht man durch die Nutzung von Tools und Plattformen, welche Themen und Issues beispielsweise bei den Mitarbeitern aktuell oder von Interesse sind.
Die Teilnehmer - Kommunikationsverantwortliche verschiedener Unternehmen - tauschten am darauf folgenden Apero ihre Erfahrungen aus und konnten direkt mit den Referenten interagieren.
Nach dem Erfolg des ersten gemeinsamen Seminars steht einer Fortsetzung nichts im Wege, wir freuen uns drauf.
Verismo als einer der führenden Anbieter für ganzheitliche Risiko-, Sicherheits- sowie Krisenmanagementsysteme und The Reputation Rescue Company als eine der führenden Krisenkommunikationsagenturen auf dem Markt haben beschlossen, ihre bestehende Expertise und Ressourcen zu bündeln und gemeinsam einen Crisis Response Service anzubieten. Denn im Eventualfall sind eine gut funktionierende Kommunikation und ein ausgeklügeltes Krisenmanagementsystem nicht zu trennen. Verismo und The Reputation Rescue Company stellen Unternehmen in kritischen Situationen zusätzliche Manpower für ihre Arbeit im Krisenstab und der Krisenkommunikation zur Seite.
Unternehmenskrisen wie Unfälle, Brände, Pannen oder Systemausfälle verlangen schnelles und durchdachtes Handeln auf allen Ebenen und zu jeder Uhrzeit. Eine fundierte Vorbereitung auf die Bewältigung aller denkbaren Ereignisse und Kenntnisse über Strukturen und Prozesse im Unternehmen sind deshalb die Basis eines integrierten Risiko- und Krisenmanagements. Die dynamische und fortlaufende Identifizierung und Bewertung von Risiken, ob operativ oder kommunikativ, und die Formulierung der daraus resultierenden Szenarien erlaubt die Frühwahrnehmung kritischer Entwicklungen in Echtzeit und eine sofortige Reaktion im Not- und Krisenfall. Professionelle Kommunikation mit den Medien, aber auch mit Mitarbeitenden, Angehörigen und Kunden ist ist ein grundlegender Bestandteil eines erfolgreiches Notfall- und Krisenmanagements, denn gerade in der Krise braucht es professionelle Antworten auf drängende Fragen.
Integriertes Krisenmanagement ist Voraussetzung für den Fortbestand eines Unternehmens nach einer Krisensituation. Es muss sowohl die Fortführung der Geschäfte, als auch der Schutz des Images und der Reputation während und nach einem Ereignis gesichert werden. Um ihren Kunden in diesem Sinne eine solide Vorbereitung auf Krisensituation, die schnellstmögliche Reaktion im Krisenfall und eine erfolgreiche Bewältigung der Situation anzubieten, haben die Verismo GmbH und The Reputation Rescue Company AG heute eine Kooperation vereinbart.
Am 23. April findet unser Seminar rund um das Thema Krisenkommunikation statt, das wir mit Pleon C-Matrix Group AG gemeinsam veranstalten. Der Fokus des Seminars richtet sich auf den Erfahrungsaustausch zwischen den Referenten und Teilnehmenden. Denn Krisenkommunikation ist zwar zu einem grossen Teil Erfahrungssache, doch ist jede Krise einzigartig und so auch die einzelnen Erfahrungen.
Im Seminar, das sich an Kommunikationsverantwortliche und interessierte Fachpersonen richtet, sollen deshalb pragmatische Erfahrungsberichte und “Tipps und Tricks” für kritische Situationen im Zentrum stehen.
Als Referenten treten auf:
Alexander Fink, CEO Pleon C-Matrix Group AG
Marc Büttler, lic. iur., Rechtsanwalt, LL.M., Partner
Urs Peter Naef, Stv. Leiter Corporate Communications und Mediensprecher des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB)
Olaf Grewe, Senior Account Manager Pleon C-Matrix Group AG
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